Zander

Der Zander (Sander lucioperca), auch Sander, Schill, Hechtbarsch oder Fogosch genannt, gehört zur Familie der Barsche (Perciformes) und ist die größte im Süßwasser lebende Barschart. Er stammt ursprünglich aus Osteuropa und wurde durch Besatzmaßnahmen auch in West- und Mitteleuropa verbreitet.

Der Zander ist gestreckt gebaut, hat lange, spitze Fangzähne und kleine Schuppen. Seine 2 Rückenflossen sind etwa gleich lang, wobei man sich vor der vorderen besonders in acht nehmen muss, denn diese ist mit Stachelstrahlen versehen, welche schnell zu Verletzungen führen können. Sein Rücken ist grünlich, der Bauch silbrig-weiß, oben ist er braun gestreift und seine Flossen sind schwarz gefleckt.

Er ist ein sehr beliebter Speisefisch (festes, fast grätenfreies Fleisch) und kann bis zu 1,25 m lang (in seltenen Fällen auch noch größer) und bis zu 19 kg schwer werden.

Der Zander ist ein sehr gieriger Raubfisch, der in langsamen Flüssen und Seen mit hartem Grund und trübem Wasser lebt. Dort lebt er in der Freiwasserzone, vor allem in tieferen Regionen. In Deutschland lebt er hauptsächlich im Elbe-, Oder- und Donaugebiet, mittlerweile aber auch im Einzugsgebiet von Rhein, Mosel und Weser.

Laichzeit ist für den Zander von April bis Juni. Dabei wird auf hartem Untergrund oder Wurzelwerk eine Art Nest angelegt, das dann bis zum Schlupf der Jungen vom männlichen Zander bewacht wird.

Der Zander ist für Angler eine der größten Herausforderungen. Er ist sehr scheu, vorsichtig bei der Köderaufnahme und sehr schwer zu überlisten. Besonders größere Zander werden sehr selten gefangen. Sehr fängig sind dabei vor allem sehr kleine Köderfische, wie Rotaugen, Rotfedern und Ukelei. Teilweise werden auch Fischfetzen verwendet. Eine feine Montage ist dabei sehr wichtig. Es hat sich bewährt, den Köderfisch einfach mit einem Zwillingshaken hinter dem Kiemendeckel zu befestigen und den Hakenstiel mit einer Ködernadel unter der Haut zu verstecken. So schauen beide Spitzen Richtung Schwanz (der Zander schnappt sich den Fisch von vorne). Dabei sollte man eine sehr feine Schnur verwenden und auch ein gut funktionierender Bissanzeiger ist sehr wichtig.

Von den Kunstködern sind vor allem Gummifische (Shads) und Twister zu empfehlen. Im Ausnahmefall beissen Zander auch auf Würmer und Maden.

Die optimale Fangzeit ist im Juni (nach der Laichzeit) und in der kalten Jahreszeit von September bis Dezember. Dabei fängt man Zander an frostfreien Tagen eher in den Abend- und Nachtstunden, an frostigen Tagen eher um die Mittagszeit.


Zander

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