Hecht
Der Hecht gehört zur Familie der Esociden (Hecht = Esocidae). Er besitzt einen pfeilförmigen Körper und ein weites entenschnabelähnliches Maul mit spitzen, nach hinten gebogenen Zähnen (Hundszähne). Rücken- und Afterflosse sind sehr weit hinten. An der Seitenlinie, die mehrfach unterbrochen ist, befinden sich kleine Schuppen. Die Färbung ist je nach Gewässer unterschiedlich. Der Rücken ist meistens braun oder grünlich, die Flanken etwas heller. Der Bauch ist normalerweise weiß bis gelblich. An der Rücken-, Schwanz- und Afterflosse sind häufig dunkle Flecken zu sehen. Einjährige Hechte, die sogenannten Grashechte, sind hellgrün.
Er bewohnt verkrautete, fließende und stehende Gewässer in Europa, Nordamerika und in Teilen Asiens. Dabei hat jeder Hecht sein eigenes Jagdrevier, das je nach Alter (bzw. Größe) und Gewässergegebenheit unterschiedlich groß ist und in dem er auch keine Rivalen duldet. Somit ist auch die maximale Anzahl Hechte in einem Gewässer festgelegt. Er ist ein Standfisch und lauert meist unter Seerosen oder anderen Wasserpflanzen auf seine Beute, die er mit den Augen und dem am Kopf besonders gut ausgeprägten Ferntastsinn erfasst, schießt dann blitzschnell heraus und schluckt seine Beute dann in einem Stück, weshalb auch ein Stahlvorfach beim Hechtfischen unbedingt notwendig ist. Hechte neigen zu Kannibalismus. Über 90% aller Junghechte werden von den eigenen Artgenossen gefressen.
Der Hecht kann bis zu 1,50 m groß und bis zu 35 kg schwer werden, wobei dies schon Ausnahmen sind. Im Allgemeinen sind Hechte ab einem Meter schon sehr schöne Exemplare. Hechte in dieser Größe sind grundsätzlich weiblich, die männlichen Hechte werden nicht so groß. Er ist bei Anglern nicht nur wegen seines schmackhaften Fleisches, sondern auch wegen seinem großen Kämpferherz beliebt.
Während der Laichzeit (Februar - Mai) legt der Hecht klebrige Eier (ca. 40.000 pro kg Körpergewicht) an Wasserpflanzen hab. Die Larven schlüpfen dann nach 10-30 Tagen und ernähren sich anfangs vom Dottervorrat. Junghechte fressen Plankton und Kleinkrebse, später dann größere Beute. Mit 3-4 Jahren sind Hechte dann geschlechtsreif.
© jemand / Pixelio |
© joakant / Pixelio |
|

