Barbe
Die Barbe (Barbus barbus), auch Flussbarbe oder Pigge genannt, gehört der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae) und der Unterfamilie der Barben (Barbinae) an. Ihr Körper ist langgestreckt und mit kleinen Schuppen versehen. Sie hat auffallend große Flossen und ein rüsselartiges, unterständiges Maul mit vier dicken Barteln (jeweils zwei an der Ober- und zwei an der Unterlippe). Durch die Bartfäden ist sie auch ganz klar als Grundfisch zu erkennen. Die Seiten schimmern goldgelb, die Flossen und der Rücken sind graugrün gefärbt. Ihr Bauch ist weiß. Barben können bis zu 80 cm lang und bis zu 11 kg schwer werden, allerdings wachsen sie sehr langsam.
Die Flussbarbe lebt bevorzugt in Flüssen mit mäßiger bis starker Strömung und steinig-sandigem Untergrund. Meist leben sie in kleinen Scharen. Sie besiedeln hauptsächlich den mittel- und osteuropäischen Raum. In Deutschland sind die Bestände stark ausgedünnt bzw. lokal ganz verschwunden. Insgesamt wird der Fisch des Jahres 2003 zu den stark gefährdeten Fischarten eingestuft. Grund dafür ist wohl die Gewässerverunreinigung der letzten Jahrzehnte bzw. der Bau von Wehren und Staustufen.
Die Laichzeit der Barbe liegt zwischen Mai und Juni. In dieser Zeit ist der Rogen und das Bauchfleisch giftig und führt zu Brechreiz und Durchfall. Ihre Geschlechtsreife erlangen sie mit 4 Jahren. Zur Fortpflanzung sammeln sich die Barben zu größeren Schwärmen und wandern zu flachen und überströmten Kiesbänken, wo sie ihre Eier in die Zwischenräume des kiesigen Untergrunds legen. Ein Weibchen legt dabei bis zu 10.000 Eier. Nach ca. zwei Wochen schlüpfen die Larven.
Barben sind dämmerungsaktiv, d.h. sie gehen während der Abenddämmerung auf Nahrungssuche und ernähren sich dabei hauptsächlich von Insektenlarven, Schnecken, Würmern, Muscheln und Fischlaich. Größere Barben fressen auch schon mal kleinere Fische.
Die besten Köder zum Angeln auf Barben sind Käse und Maden. Man kann jedoch auch Käse-Boilies oder Würmer verwenden. Man fängt sie dabei nur auf Grund, mit schwerer Bebleiung (da sich die Barbe praktisch nur in der Strömung aufhält). Mit einem Futterkorb und geriebenem Käse darin sind schon manche Flussbarben angelockt worden.
Das Fleisch der Barbe ist zwar wohlschmeckend, enthält jedoch sehr viele Gräten (wie bei allen Weißfischen) und ist deswegen nicht sehr beliebt.
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