Bachforelle
Eine Unterart der Forelle ist die Bachforelle (Salmo trutta fario), auch Bergforelle, Flussforelle oder Fario genannt, die ebenfalls zu den Salmoniden gezählt wird.
Ihr seitlich leicht abgeflachter Körper ist torpedoförmig und kräftig. Sie hat oberhalb der Seitenlinie auf der Seite und am Rücken dunkle Flecken, auf und unter der
Seitenlinie hell umrandete rote Flecken. Die Fettflosse ist hell und dunkel umrandet, das Maul oberständig.
Der Rücken ist normalerweise dunkel oliv-braun, die Seiten sind heller und oft leicht rot-, gelb- oder orangefarben, der Bauch ist weiß bis gelblich.
Da die Bachforelle in verschiedenen lokalen Arten vorkommt, können diese Angaben mehr oder weniger stark abweichen.
Ihr Vorkommen erstreckt sich auf Gewässer in ganz Europa bis einschließlich Island. Sie kommt praktisch in der gesamten Bundesrepublik Deutschland vor, wobei diese
Populationen nicht die natürliche Verbreitung wiederspiegeln, sondern durch Besatz gestützt werden müssen. Ansonsten würden nur kleine Restbestände existieren. Der
Grund hierfür sind Gewässerverunreinigung und -verbauung.
Sie besiedeln klare, sauerstoffreiche Bäche und Flüsse mit sandigem und kiesigem Grund und stellen hohe Anforderungen an die Wasserqualität. Mit zunehmendem Alter
werden sie zu Einzelgängern, die ihr Revier bis aufs Äußerste verteidigen. Auch Kannibalismus ist unter den Bachforellen verbreitet.
Ihre Hauptnahrung sind Insekten, kleinere Krebstiere, Schnecken und kleine Fische. Bei der Jagd nach Fischen kommt ihnen ihr stromlinienförmiger Körper zugute, denn sie sind sehr schnelle Schwimmer. Sie werden normalerweise zwischen 30 und 60 cm lang. Bachforellen, die in nahrungsarmen Gewässern leben und deswegen nicht so stark wachsen, nennt man Steinforellen.
Die Laichzeit beginnt im Oktober und endet im Januar. Dabei werden stromaufwärts stark überströmte und kiesige Bachstrecken gesucht, in die dann mit dem Schwanz flache
Gruben gefächelt werden. In diese Gruben werden dann die Eier abgelegt und mit Kies überdeckt. Die Larven schlüpfen nach ca. 3 - 4 Monaten und zehren danach noch mehrere
Wochen von ihrem großen Dottersack. In dieser Zeit verstecken sie sich in den Zwischenräumen des Kiesbodens vor Feinden.
Manchmal vermischen sich die Eier und der Samen von Bachforelle und Bachsaibling und es kommt zu Hybriden. Diese nennt man Tigerforelle.
Die Bachforelle ist ein hervorragender Speisefisch und hat außerdem eine hohe Bedeutung als Wirtsfisch für die Glochidien der Flußperlmuschel.
![]() Bachforelle_Zeichnung.jpg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist U.S. Fish and Wildlife Service. |


