Island stellt kommerziellen Walfang ein

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Wie der isländische Fischereiminister Einar Guofinnsson gestern bekanntgab, legt Island keine neuen Fangquoten fest und stellt somit, ein Jahr nach Wiederaufnahme, den kommerziellen Walfang wieder ein. Begründet wurde die Entscheidung mit dem fehlenden Absatzmarkt für Walfleisch. Jedoch dürften auch die Touristen eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben. So stornierten beispielsweise sehr viele Touristen ihre Reisen nach Island, nachdem bekannt geworden war, dass das Land den kommerziellen Walfang wieder aufnimmt. Außerdem freut sich das touristische Beobachten von Walen (Whalewatching) immer größerer Beliebtheit und spült jährlich etwa 15 Millionen € in die Kassen.
Leider werden seit 2003 in Island immer noch Wale zu Forschungszwecken gefangen und getötet. Die Quote wurde dabei auf 200 Zwergwale (auch Mink- oder Minkewale genannt) gesetzt. Bis Ende 2007 sollen dabei noch 6 dieser Minkwale getötet werden.
Bleibt zu hoffen, dass die Entscheidung Islands nun auch Druck auf Japan und Norwegen macht. Beide Länder
stellen sich bisher gegen das internationale Walfangmoratorium, das die Tötung von Walen seit 1986 verbietet. Doch nicht nur das, sowohl Norwegen als auch Japan versuchen jedes Jahr auf der Tagung der IWC (Internationale Walfangkommission) die absolute Freigabe der Waljagd durchzusetzen. Zwischen 1968 und 2006 wurden ca. 29.000 Wale getötet, dazu kommen noch ca. 7.000 aus wissenschaftlichen Gründen, ohne dabei auch nur eine einzige Erkenntnis zum Schutz der bedrohten Walarten gewonnen zu haben.

