Illegaler Dorschfang in der Ostsee
Der Dorsch-Bestand in der Ostsee ist wegen der starken Befischung bedroht. Obwohl Polen die EU-Fangquoten für den Dorsch bereits erreicht bzw. überschritten hat, liefen nach Angaben des WWF heute wieder Fischerboote aus den Häfen Darlowo und Gydina. Bereits am Samstag fuhren etliche polnische Fischerboote raus, um Dorsche zu fangen. Die polnische Regierung ließ verlauten, diese Fischer nicht bestrafen zu wollen.
Die polnische Fischerei wird von der EU sehr stark subventioniert, d.h. es fließen somit (auch deutsche) Steuergelder in den illegalen Fischfang. Doch das ist nur die geringste Sorge. Der Dorsch gilt in der Ostsee nämlich als bedroht. Viele Wissenschaftler und Naturschützer fordern deshalb schon seit einiger Zeit ein komplettes Fangverbot für Dorsche in der Ostsee. Laut WWF ist der Bestand bereits auf ein Drittel seines natürlichen Bestands geschrumpft. Gründe sind neben der illegalen Fischerei auch die zu hohen Fangquoten.
Aktuell erlaubt Brüssel jährlich 40.000 Tonnen Dorsche zu fangen, 10.000 Tonnen entfallen dabei allein auf Polen.
Wegen dieses Vergehens droht Polen nun eventuell eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.

