Illegaler Dorschfang in der Ostsee
Der Dorsch-Bestand in der Ostsee ist wegen der starken Befischung bedroht. Obwohl Polen die EU-Fangquoten für den Dorsch bereits erreicht bzw. überschritten hat, liefen nach Angaben des WWF heute wieder Fischerboote aus den Häfen Darlowo und Gydina. Bereits am Samstag fuhren etliche polnische Fischerboote raus, um Dorsche zu fangen. Die polnische Regierung ließ verlauten, diese Fischer nicht bestrafen zu wollen.
Die polnische Fischerei wird von der EU sehr stark subventioniert, d.h. es fließen somit (auch deutsche) Steuergelder in den illegalen Fischfang. Doch das ist nur die geringste Sorge. Der Dorsch gilt in der Ostsee nämlich als bedroht. Viele Wissenschaftler und Naturschützer fordern deshalb schon seit einiger Zeit ein komplettes Fangverbot für Dorsche in der Ostsee. Laut WWF ist der Bestand bereits auf ein Drittel seines natürlichen Bestands geschrumpft. Gründe sind neben der illegalen Fischerei auch die zu hohen Fangquoten.
Aktuell erlaubt Brüssel jährlich 40.000 Tonnen Dorsche zu fangen, 10.000 Tonnen entfallen dabei allein auf Polen.
Wegen dieses Vergehens droht Polen nun eventuell eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof.
Anmeldung zur Fischerprüfung 2008 in Bayern
Die Anmeldung für die staatliche Fischerprüfung ist in Bayern nun seit kurzem wieder möglich. Bis spätestens 1. Dezember 2007 muss die Anmeldung eingegangen sein, die Prüfungsgebühr muss bis zum 15. Dezember überwiesen werden.
Anmeldung unter http://fischerpruefung.bayern.de
Weitere Informationen zur Fischerprüfung, den Vorbereitungskursen, Fischereischein und Erlaubnisschein findet ihr in einem Beitrag zur Angelprüfung vom August
100 m Berkley Whiplash Crystal gratis
Das Anglerboard hat eine Gutschein-Aktion gestartet. Jeder angemeldete User kann sich einen Gutschein für 100 Meter der neuen Berkley Whiplash Crystal ausdrucken, welchen man dann bei den teilnehmenden Fachhändlern eintauschen kann. Weitere Infos findet ihr hier.
Wer noch kein Mitglied ist, der kann sich auch nachträglich noch anmelden und bekommt dann ebenfalls den Gutschein.
Island stellt kommerziellen Walfang ein

© Martin / Pixelio
Wie der isländische Fischereiminister Einar Guofinnsson gestern bekanntgab, legt Island keine neuen Fangquoten fest und stellt somit, ein Jahr nach Wiederaufnahme, den kommerziellen Walfang wieder ein. Begründet wurde die Entscheidung mit dem fehlenden Absatzmarkt für Walfleisch. Jedoch dürften auch die Touristen eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben. So stornierten beispielsweise sehr viele Touristen ihre Reisen nach Island, nachdem bekannt geworden war, dass das Land den kommerziellen Walfang wieder aufnimmt. Außerdem freut sich das touristische Beobachten von Walen (Whalewatching) immer größerer Beliebtheit und spült jährlich etwa 15 Millionen € in die Kassen.
Leider werden seit 2003 in Island immer noch Wale zu Forschungszwecken gefangen und getötet. Die Quote wurde dabei auf 200 Zwergwale (auch Mink- oder Minkewale genannt) gesetzt. Bis Ende 2007 sollen dabei noch 6 dieser Minkwale getötet werden.
Bleibt zu hoffen, dass die Entscheidung Islands nun auch Druck auf Japan und Norwegen macht. Beide Länder
stellen sich bisher gegen das internationale Walfangmoratorium, das die Tötung von Walen seit 1986 verbietet. Doch nicht nur das, sowohl Norwegen als auch Japan versuchen jedes Jahr auf der Tagung der IWC (Internationale Walfangkommission) die absolute Freigabe der Waljagd durchzusetzen. Zwischen 1968 und 2006 wurden ca. 29.000 Wale getötet, dazu kommen noch ca. 7.000 aus wissenschaftlichen Gründen, ohne dabei auch nur eine einzige Erkenntnis zum Schutz der bedrohten Walarten gewonnen zu haben.
Todeszonen in der Ostsee
Im Hobby-Angeln-Blog gibt es einen interessanten Artikel über die Todeszonen in der Ostsee. Das sind Gebiete auf dem Meeresgrund, in denen der Sauerstoffgehalt so gering ist, dass Fische und Pflanzen dort nicht mehr überleben können. Alleine 70.000 Quadratkilometer (das entspricht etwa einem sechstel der gesamten Ostsee) hat sich bereits in solche Todeszonen verwandelt.

Quelle: Pixelio
Das Meer enthält heute 4-mal soviel Stickstoff und 8-mal soviel Phosphor wie vor 100 Jahren und jedes Jahr kommen ca. 35.000 Tonnen Phosphor und eine Million Tonnen Stickstoff hinzu.
Die Ursachen dafür sind vor allem die Überdüngung der Felder mit Kunstdünger, der durch Oberflächenwasser in die Flüsse gelangt und dann ins Meer gespült wird, und die Gülle aus der Massentierhaltung. Die industrielle Landwirtschaft wird dazu im Ostseebereich noch mit 10,4 Milliarden Euro jährlich subventioniert, weshalb der Düngemittelverbrauch in Polen und den baltischen Staaten in den nächsten 10 Jahren noch um bis zu einem Drittel steigen soll. Doch auch unzureichende Kläranlagen und Schiffsabwässer tragen ihren Teil dazu bei.
Der WWF hat dazu eine Kampagne zur Rettung der Ostsee mit dem Ziel, dass die EU nur noch Gelder bereitstellt, wenn die Landwirte die Überdüngung einstellen, gestartet. Im Rahmen des HELCOM-Abkommens treffen sich zudem die Ostsee-Staaten, um über ein Umwelt-Konzept zu diskutieren. Sollte dabei wieder nichts vernünftiges herauskommen, verkommt die Ostsee immer mehr zur Kloake.

