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Todeszonen in der Ostsee

Posted in Umwelt- und Tierschutz von Johannes am 29. Aug. 2007

Im Hobby-Angeln-Blog gibt es einen interessanten Artikel über die Todeszonen in der Ostsee. Das sind Gebiete auf dem Meeresgrund, in denen der Sauerstoffgehalt so gering ist, dass Fische und Pflanzen dort nicht mehr überleben können. Alleine 70.000 Quadratkilometer (das entspricht etwa einem sechstel der gesamten Ostsee) hat sich bereits in solche Todeszonen verwandelt.

Ostseestrand
Quelle: Pixelio

Das Meer enthält heute 4-mal soviel Stickstoff und 8-mal soviel Phosphor wie vor 100 Jahren und jedes Jahr kommen ca. 35.000 Tonnen Phosphor und eine Million Tonnen Stickstoff hinzu.

Die Ursachen dafür sind vor allem die Überdüngung der Felder mit Kunstdünger, der durch Oberflächenwasser in die Flüsse gelangt und dann ins Meer gespült wird, und die Gülle aus der Massentierhaltung. Die industrielle Landwirtschaft wird dazu im Ostseebereich noch mit 10,4 Milliarden Euro jährlich subventioniert, weshalb der Düngemittelverbrauch in Polen und den baltischen Staaten in den nächsten 10 Jahren noch um bis zu einem Drittel steigen soll. Doch auch unzureichende Kläranlagen und Schiffsabwässer tragen ihren Teil dazu bei.

Der WWF hat dazu eine Kampagne zur Rettung der Ostsee mit dem Ziel, dass die EU nur noch Gelder bereitstellt, wenn die Landwirte die Überdüngung einstellen, gestartet. Im Rahmen des HELCOM-Abkommens treffen sich zudem die Ostsee-Staaten, um über ein Umwelt-Konzept zu diskutieren. Sollte dabei wieder nichts vernünftiges herauskommen, verkommt die Ostsee immer mehr zur Kloake.

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