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Angeln während eines Unwetters

Posted in Angeltipps von Johannes am 13. Aug. 2007

Wenn Gewitterwolken aufziehen, beginnen die Fische (vor allem Aal und Zander) zu beißen. Angeln vor, während oder nach einem Unwetter ist zwar nicht jedermanns Sache, aber wer es wagt kann sehr gute Fänge erleben.

Normalerweise bewegen sich Zander und Aal dicht am Gewässerboden. Vor einem Gewitter zieht es sie jedoch ins Mittelwasser bzw. oft sogar an die Wasseroberfläche. Dies könnte daran liegen, dass die Luftdruckschwankungen, die während eines Gewitters auftreten, bei diesen beiden Fischarten die Schwimmblase besonders beeinflussen. Die ideale Zeit für den Aalfang sind abendliche Unwetter im Frühjahr (April bis Juni) und dann besonders an flachen Ufern. Dabei ist jedoch auch die richtige Angeltechnik entscheidend. Die klassische Montage (auf Grund) bringt hier nicht den gewünschten Erfolg. Also den Köder mit einer Posenmontage im Mittelwasser oder an der Oberfläche anbieten. Oft befinden sich Zander und Aal während eines Gewitters an denselben Stellen, sehr oft hinter Wehren und Staudämmen, also Stellen mit viel Sauerstoff (vor allem bei hohen Temperaturen).

Beim Angeln auf Zander ist man mit einem Boot sicher im Vorteil – allerdings sollte man sich dadurch auf keinen Fall in Gefahr begeben. Besonders Gummiköder und Köderfische am System kann man mit einem Boot genauer präsentieren. Außerdem kann man genau an der Kante fischen. Aale kann man oftmals besser vom Ufer aus befischen. Eine ausgezeichnete Technik ist dabei das Angeln mit einem Popup-Köder (einem Wurm oder Köderfisch). Der Köder wird mit einer Grundmontage angeboten, jedoch mit einem Stück Kork o.ä. zum Schweben gebracht.

Auch ein Grund, wieso vor allem Zander und Aal bei einem Unwetter besser beißen, könnte am Regenfall liegen. Der (meist) starke Regenfall während eines Gewitters lässt das Gewässer in kurzer Zeit anschwellen und färbt es braun. Dadurch wird auch Nahrung (Insekten, Würmer) ins Wasser gespült und diese wird dann in der Strömung davongetrieben. Die Fische merken das natürlich und halten sich in diesen Bereichen auf. Aal und Zander kommen jetzt mit dem dunkel gefärbten Wasser besser zurecht, da beide Nachtjäger sind und über einen ausgezeichneten Geruchssinn verfügen. Etwas Lockstoff auf dem Köder kann also nur förderlich sein.

Allerdings ist das Angeln während eines Gewitters nicht ungefährlich. Ich würde z.B. nicht empfehlen, mit einem Boot zu fischen. Auch das Angeln mit Kohlefaserruten kann gefährlich sein, da diese die Elektrizität sehr gut leiten. Am besten also vor oder direkt nach einem Unwetter angeln.



2 Kommentare zu 'Angeln während eines Unwetters'

Kommentare als RSS oder TrackBack von 'Angeln während eines Unwetters'.

  1. Guido sagt,

    am 20. Dec. 2010

    Ich habe das auch schon beobachtet. Ich mag angeln bei regen eigentlich mal ganz gerne. Kommt natürlich auf die Ausrüstung an, aber wenn man gut eingepackt ist, sollte man eigentlich nicht nass werden.

  2. Ruben sagt,

    am 22. Nov. 2011

    Interessante Angelei vor, nach oder während eines Unwetters.
    Ich selbst hab das noch nie ausprobiert – werde aber den Tipp bei Gelegenheit beherzigen udn es versuchen, allerdings vor oder nach dem Unwetter ist mir lieber.

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