Krebse aus Zoohandlungen gefährden einheimische Krebsarten
Seit das Importverbot für Flusskrebse im Jahre 1994 aufgehoben wurde, werden in vielen Zoohandlungen eine große Anzahl exotischer Krebsarten zum Verkauf angeboten. Das Umweltministerium des Saarlandes warnt jedoch davor, diese in einem Gartenteich einzusetzen. Die Krebse können dort nämlich oft leicht entkommen und in die freien Gewässer gelangen. Das Problem dabei ist, dass viele dieser Krebsarten, wie z.B. die aus Amerika stammenden Kamberkrebse (Orconectes limosus) oder der Rote Sumpfkrebs (Procambarus clarkii), mit dem Erreger der Krebspest, einer Pilzerkrankung, infiziert sind. Sie selber sind dagegen immun, für die hiesigen Edelkrebsbestände bedeutet sie jedoch den raschen Tod. Außerdem breiten sich diese konkurrenzstarken Arten weiter aus und drängenso die einheimischen Krebsarten immer weiter zurück.
Durch die eingeschleppte Krebspest sind die Krebse (Edelkrebs, Steinkrebs) in Deutschland bereits aus vielen Gewässern, in denen sie früher heimisch waren, verschwunden.
Das Umweltministerium bittet auch den Zoofachhandel, auf den Verkauf von exotischen Flusskrebsen zu verzichten bzw. die Kunden entsprechend aufzuklären. Für weitere Infos kann das Heft “Flusskrebse. Arten, Merkmale, Gefährdung” beim Umweltministerium Saarland (Tel: 0681 – 501 47 46) und beim Fischereiverband Saar (Tel: 06831 – 74 776) angefordert werden.
Freie Gewässer in Hamburg
Auf www.anlger-seiten.de gibt es einen schönen Artikel über frei befischbare Gewässer in Hamburg (Elbe und Alster).

